Bundesverband Jugend und Film e.V., Ostbahnhofstraße 15, D-60314 Frankfurt am Main
Tel. 069 - 631 27 23 * Fax 069 - 631 29 22 * E-Mail: mail@BJF.info * Internet: www.BJF.info

Presseinformation

Übersicht

 

Frankfurt am Main, 31. März 2008

Jahrestagung des Bundesverbandes Jugend und Film e.V. (BJF)
im Wilhelm-Kempf-Haus, Wiesbaden-Naurod, vom 18. bis 20. April 2008

Musik im Film – Vom Hören beim Sehen

Kurzmeldung:
Der Frankfurter HipHop- und Rapstar D-Flame („Yes, I am“), der Regisseur Armin Völckers („Leroy“) und der international bekannte Filmmusik-Dirigent Frank Strobel sind die prominentesten Gäste der BJF-Jahrestagung „Musik im Film – Vom Hören beim Sehen“ in Wiesbaden-Naurod, 18. bis 20. April 2008. Musik unterstützt die emotionale Beteiligung des Publikums und trägt ganz wesentlich zum Gesamterlebnis eines Films bei. Nicht zufällig geht es bei mehreren der auf der Tagung präsentierten Filme auch um die Überwindung von Vorurteilen und das Engagement gegen Rassismus, Hass und Gewalt. Der Satz, dass „Musik Brücken baut und Grenzen überschreitet“, trifft offenbar auch in diesem Fall zu. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind herzlich zu dieser (inter)aktiven Auseinandersetzung mit Klängen und Rhythmen des Films eingeladen. Nähere Informationen zum Programm und zur Anmeldung gibt es auf der Tagungs-Website des BJF: jahrestagung.bjf.info

 

Presseinformation:

Sogar in der Medienpädagogik wird die Filmmusik noch viel zu wenig beachtet. Dabei trägt Musik wesentlich zum Gesamterlebnis eines Films bei. Sie unterstützt die emotionale Beteiligung des Publikums und ist für eine umfassende Medienkompetenz genauso wichtig wie filmsprachliche und dramaturgische Kenntnisse. Auf der Jahrestagung 2008 des Bundesverbandes Jugend und Film (BJF) in Wiesbaden-Naurod vom 18. bis 20. April werden daher die eingeladenen Gäste, Komponisten und Filmemacher zusammen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Gesprächsrunden, Workshops und Live-Darbietungen ihr Verständnis von Filmmusik vorstellen und von ihren Erfahrungen berichten: Was wären Filme ohne Musik? Wie ist Filmmusik entstanden und wie hat sie sich entwickelt? Welche Wirkung hat sie auf das Publikum? Welche akustischen Ausdrucks- und Gestaltungsmittel nutzen Filme heute?

Zur Eröffnung am Freitagnachmittag (18.4.) stellt Regisseur Armin Völckers persönlich seine Komödie „Leroy“ vor, in dem der Protagonist, ein 17-jähriger schwarzer Deutscher, sich politisch ganz und gar unkorrekt, aber mit viel Humor und Einfallsreichtum gegen braune Dummheit und Intoleranz zur Wehr setzt. Den richtigen Beat bekommt Leroys Reise mit eigens für den Film produzierten Songs afrodeutscher HipHop-Stars wie Afrob, Curse, Harris, Clueso sowie zum Soundtrack beigesteuerten Songs von Seeed und Jan Delay. Nicht zufällig geht es auch bei weiteren auf der Tagung präsentierten Filmen um die Überwindung von Vorurteilen und das Engagement gegen Rassismus, Hass und Gewalt. Der Satz, dass „Musik Brücken baut und Grenzen überschreitet“, trifft offenbar auch bei Filmen zu.

Nach einer Einführung in das Thema Filmmusik durch den Filmkomponisten Matthias Raue, der unter anderem die Musik zu fast allen Filmen von Arend Agthe geschrieben hat, folgt am Abend die Präsentation des italienischen Films „Rot wie der Himmel“ von Cristiano Bortone. Es ist die verfilmte Biografie von Mirco Mencacci, der als Kind erblindete, sich gegen die Ignoranz seiner Umwelt zur Wehr setzte und heute zu den führenden Tontechnikern Italiens zählt.

Am Samstag (19.4.) sind vormittags drei Workshops angesagt. Anja Schmid und David Martin gehen in ihrem Workshop „Musikvideos – Pop will save the World“ dem Stellenwert von Musikvideos zwischen Kunst, Film und Jugendkultur nach; Corinna Poeszus (Universal Publishing Production Music GmbH) informiert über die „Grundlagen der Musiknutzung in Film und Multimedia“; der Komponist Rainer Schippers bietet „Musikproduktion für Kurzfilme“ an.

Am Nachmittag gibt der international bekannte Filmmusik-Dirigent Frank Strobel Einblicke in die Arbeit der Europäischen Film Philharmonie und stellt Filmmusik damals und heute gegenüber. Frank Strobel richtete Originalmusiken und Neukompositionen zu über 50 Stummfilmklassikern ein, die unter seiner Leitung in Opern- und Konzerthäusern in vielen Ländern der Welt aufgeführt wurden. Seit 2000 ist Strobel künstlerischer Leiter der von ihm mit gegründeten Europäischen Film Philharmonie.

In dem von Sven Halfar gedrehten Dokumentarfilm „Yes, I am“ werden drei afrodeutsche Musiker porträtiert, die sich in den antirassistischen Netzwerken „Brothers Keepers“ und „Sisters Keepers“ engagieren. Einer von ihnen ist der Frankfurter HipHop- und Rapstar D-Flame, der den Film am Samstag persönlich vorstellen wird. Zum Ausklang des Abends gibt es dann als Kontrastprogramm noch den deutschen Zeichentrickfilm „Die drei Räuber“, denn auch hier gilt: Ohne Musik kommt auch ein Animationsfilm nicht voll zur Geltung. Nach einem Tagungsresümee beschließt die BJF-Mitgliederversammlung am Sonntag (20.4.) die dreitägige Veranstaltung.

Aktuelle Informationen zum Programm gibt es auf der Tagungs-Website des BJF:

jahrestagung.bjf.info

 

Kontakt und Anmeldungen (bitte möglichst bald, denn die Plätze sind begrenzt):

Bundesverband Jugend und Film e.V., Ostbahnhofstraße 15, 60314 Frankfurt a.M.,
Tel.: 069 - 631 27 23, Fax: 069 - 631 29 22, E-mail: mail@BJF.info
Internet: www.BJF.info und www.durchblick-filme.de

 

Der Bundesverband Jugend und Film e.V. (BJF):
Der Bundesverband Jugend und Film e.V. ist mit rund 1.200 Mitgliedern die größte Organisation der kultu­rellen Kinder- und Jugendfilmarbeit in Deutschland und Europa. Kinder- und Jugendfilm-Initiativen unter­stützt der Verband durch seinen Filmverleih „BJF-Clubfilmothek“ mit ca. 500 Filmen, mit der DVD-Edition „Durchblick“ mit Arthouse-Filmen für Kinder und Jugendliche, durch Seminare, Filmfestivals und Tagungen, durch Filmbücher und Broschüren, durch das Informationsnetzwerk „Junge Filmszene“ für junge Film- und VideomacherInnen sowie mit Rat und Hilfe in allen Fragen zur kulturellen Kinder- und Jugendfilmarbeit. Die Arbeit des Bundesverbandes Jugend und Film e.V. wird vom Bundesministerium für Familie, Frauen und Jugend aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes gefördert.

 

Für weitere Informationen steht Ihnen das Team der BJF-Geschäftsstelle gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhold T. Schöffel, BJF-Geschäftsführer