Tournee
2002
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KINO
mobil 2002 - Schlaglichter
Aufgreifen örtlicher Interessen und Bedürfnisse
Über das vorhandene Filmrepertoire des KINO mobils hinaus wurden je nach Interesse vor Ort zusätzliche Filme in das Programm aufgenommen. Zum Beispiel gab es eine Filmveranstaltung mit einer Schülerinitiative in Wadern (Saarland), die sich nach der Abschiebung einer langjährig in Wadern lebenden Kurdin gegründet hatte. Mit Mahnwachen, Unterschriftenaktionen und Demonstrationen machte diese Initiative seit Monaten auf ihr Anliegen aufmerksam und tauschte sich in regelmäßigen Treffen aus. Durch den engen Kontakt unseres Kooperationspartners mit der Initiative entstand die Idee, mit einer Veranstaltung im KINO mobil ein neues öffentliches Forum zu finden, zu dem weitere, auch nicht direkt betroffene Menschen aus Wadern kommen und durch den Film und die Initative mehr über die aktuelle Lebenssituation der Kurdin erfahren. Tatsächlich fanden sich neben den bereits engagierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen etliche weitere Interessierter ein, die sich vor und nach dem Film intensiv mit dem Schicksal der abgeschobenen Kurdin auseinandersetzten.
Rahmen- und Sonderprogramme
In der kommunikativen Filmfest-Atmosphäre gelang es vielen KooperationspartnerInnen, das KINO mobil als zentralen Treffpunkt zu gestalten. So gab es zu Beginn der KINO mobil Feste Luftballon- und Spielaktionen für die Jüngeren, während der KINO mobil Feste eine kleine Dauerausstellung der Bücherei mit verfilmter Literatur sowie ein abschliessendes Fest mit Spielen, Pantomime und Filmen zum Thema „gemeinsam sind wir stark". Die Magie der bewegten Bilder bildete ein weiteres Thema für Sonderveranstaltungen im KINO mobil.
An zwei Standorten konnten kleine und große ZuschauerInnen in zauberhaft gestalteter Atmosphäre Laterna-Magica-Vorführungen erleben und tatkräftig mitgestalten. Vorab wurden mit örtlichen Grundschulen eigene Trickfilme erstellt, die ihre ZuschauerInnen in Fallingbostel beim Anschauen im KINO mobil in wahre Begeisterung versetzten. Entscheidend für die attraktiven Sonderprogramme waren vor allem die Landesverbände aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein, die einen grossen Teil der Aktionen vorbereiteten und durchführten.
SchulsozialarbeiterInnen als Brücke
zwischen Schule und Freizeit
Bemerkenswert bei der Tournee 2002 war auch die gute Zusammenarbeit mit einer ganzen Reihe von SchulsozialarbeiterInnen, die sehr gut verstanden, unsere Projektidee durch ihren persönlichen Bezug zu SchülerInnen und LehrerInnen zu vermitteln und zu gestalten. In Pfullendorf z. B. übernahmen einzelne Klassen mit ihren LehrerInnen die Nachtwache, in dem sie neben dem KINO mobil ein Zeltlager aufbauten. Selbstverständlich wurde dieses Engagement mit einer eigenen Filmveranstaltung am Abend honoriert, wobei die gute Stimmung zwischen allen Beteiligten besonders intensive und persönliche Gesprächen nach dem Film ermöglichte.
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