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Jahrestagung
BJF-Jahrestagung

BJF-Jahrestagung 2017

Ich sehe was was Du nicht siehst

Filme sehen, Filme zeigen

Tagung für Fachkräfte der Jugend- und Kulturarbeit, Lehrer*innen und filminteressierte Jugendliche

Wilhelm-Kempf-Haus, Wiesbaden Naurod, 5. – 7. Mai 2017

Filme entstehen im Dazwischen – im Raum zwischen zwei Bildern, im Raum zwischen Leinwand und Betrachter*in. Im Zusammenspiel mit unseren individuellen Seh- und Lebenserfahrungen hinterlassen sie dabei unterschied­liche Eindrücke in uns, erzeugen individuelle Gefühls­welten und werfen verschiedene Fragen auf. Jede*r sieht dabei ihren bzw. seinen ganz eigenen Film, entwickelt eigene Sichtweisen und stellt das Gesehene und Erlebte in Bezug zu persönlichen Welt- und Selbst­entwürfen. Mit verschiedenen Schwerpunkten richtet die Tagung den Blick auf das, was wir mit, in und durch Filme se­hen und erleben: Was macht das subjektive Film­erle­ben aus? Wie wirken Filme bei der Herausbildung von Weltentwürfen und Sichtweisen mit? Und was, wie und wo ist Film für Jugendliche heute?

„Film ist der Unterschied zwischen zwei Bildern“
(Werner Nekes, Filmemacher (1944 - 2017)

Das subjektive Filmerleben: Auf jeden von uns wirken Filme anders. Die subjektive Filmwahrnehmung steht im Fokus des Impulsvortrags "Was wir sehen, blickt uns an" von Dr. Manuel Zahn, der unter Bezugnahme auf Filmbeispiele nach dem untrennbar ineinander verschlungenen Verhältnis von Sichtbarem und Unsichtbarem der Filmerfahrung fragt. Was sie sehen und welche individuelle Wahr­neh­mung ein bestimmter Film hervorrufen kann, präsentieren und diskutieren auch die Mit­glieder der FBW-Jugendjury Frankfurt/Main im Anschluss an die Filmvorführung von „Mein Leben als Zucchini“.

Fremderfahrung Film: Wenn wir Filme sehen, treten wir in einen inneren Dialog mit dem Film und seinen Bildern, mit anderen Menschen und ihren Geschichten. In der Ausein­andersetzung mit Filmen beginnen wir unsere Beziehung zu uns selbst und zu unserer Welt zu formen und zu verändern. Der Workshop "Fremderfahrung Film" zeigt auf, wie ein Film als Medium der Fremd­erfahrung unsere Sicht auf Welt und Selbst mitgestaltet und dazu beiträgt, unsere Per­spektiven zu erweitern. Die Filme „Manusha – Die kleine Roma­hexe“ und „Die Mitte der Welt“ laden in diesem Zusammenhang ein, konkret danach zu fragen, wie Filme Vorurteilen entgegenwirken oder diese bestärken.

Film und andere Bewegtbildwelten: Was sehen Jugend­liche und was ist Film für sie heute? Von der klassischen Literaturverfilmung „Tschick“ bis hin zum Leinwandschau­spiel zwischen Film und Computer­spiel in „Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel“ rückt die Tagung die Perspektive der Jugendlichen auf Film in den Fokus und be­trach­tet im Zeitalter der Medienkonvergenz die Schnittstelle von Film und anderen Bewegtbildwelten. Im „CineLab – Wo und wie findet Film heute statt?“ ergründen Jugendliche gemeinsam mit Referentin Stefanie Ranke, welche Bedeutung „Film“ für sie heute hat. Der Workshop „Let's Play Germany“ lädt Jugendliche im Anschluss ein, Games als Werkzeug und Aus­drucksformen für eigene Kurzfilmproduktio­nen zu nutzen und zu zeigen, was sie bewegt.

Filme der Werkstatt der Jungen Filmszene im BJF: Als weite­ren Programmpunkt präsentiert die BJF-Jahres­tagung neue Filme von jungen Filmemacher*innen, die bei der kommenden Werkstatt der Jungen Filmszene vorgestellt werden.

„Cinemanya – Filmkoffer für geflüchtete Kinder und Ju­gend­liche“: Die BJF-Jahrestagung bietet den mittlerweile fast 40 in ganz Deutschland tätigen Pat*innen der Filmkoffer des Goethe-Institutes eine Gelegenheit zum Erfahrungs­austausch und zur Weiterbildung. Auch interessierte Gäste können teilnehmen.

Netzwerktreffen Movies in Motion (MiM): Bündnis­part­ner* in­nen und Interessierte tauschen sich aus über die gesammelten Erfahrungen und besprechen Möglichkeiten, wie es nach Ende der lokalen Projekte vor Ort mit der Film­arbeit weitergehen kann.

 

Teilnahme-Informationen/Anmeldung

 

BJF-Mitgliederversammlung

Am Sonntag, 7. Mai 10:00 bis 13:00 Uhr, findet die jährliche (öffentliche) Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Jugend und Film e.V. statt, bei der u. a. neue Projekte des Verbandes vorgestellt und diskutiert werden.

 

Einzelne Projekte des BJF werden gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend