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Kinderfilm-Aktion 2012
(3.2.12) mehr ...
BJF-Mitglied Kinderkino München e.V. erhält einen Programmpreis der DEFA-Stiftung 2010

Seit dreißig Jahren gibt es die "Kinder- und Jugendfilm-Korrespondenz", die einzige deutschsprachige Fachzeitschrift, die sich, wie der Titel schon sagt, ausschließlich dem Kino für die Jüngsten und Jüngeren widmet.
Verantwortlich für den Inhalt sind Hans und Christel Strobel, die, so behaupte ich, einfach alles über den Kinderfilm wissen, von seinen Anfängen bis zu jenen Projekten, die noch gar nicht gedreht sind. Ein lebendes Lexika-Ehepaar, sozusagen. Um sie herum eine Schar von Verbündeten, die sich vehement darum kümmert, dass der Kinderfilm nicht das fünfte Rad am Wagen ist, wie das in der Geschichte des westdeutschen Kinos ja schon öfter der Fall war.
Weil andererseits das DEFA-Kino den Kinderfilm stets als wichtigen Bestandteil verstand, blickten die Strobels mit ihrer Zeitschrift, aber auch mit ihrem Verein Kinderkino München gern nach Osten. Sie luden, noch zu tiefsten Mauer-Zeiten, Filme und Leute ein, sahen in den besten Babelsberger Kinderfilmen einen Maßstab für das, was im Westen noch zu leisten war.
In jenen 38 Sonderdrucken, die bis heute neben rund 120 regulären Ausgaben der "Kinder- und Jugendfilm-Korrespondenz" entstanden, widmeten sich die Strobels unter anderem dem Kinderfilm in der Tschechoslowakei (1982), in der DDR (1985) und in Ungarn (1988), reflektierten über Lotte Reiniger und Karel Zeman, Anima und Manga oder die Magie der Märchen.
Manchmal lassen sie sich auch von einer anderen Magie verführen. Von der Kunst, Stummfilme mit großem Orchester zu begleiten. Eine Leidenschaft, die sie hierhin und dorthin führt. Vor allem dann, wenn Frank Strobel am Dirigentenpult steht. Ihr eigenes Kind.
Laudatio von Ralf Schenk
Berlin, November 2010
> > www.kjk-muenchen.de/
BJF 25.11.10

BJF-Mitglied Ulrich Ehlers mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet!