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50 Jahre
Bundesverband Jugend und Film e.V.

1970 bis 2020 – 50 Jahre Bundesverband Jugend und Film

Günther Kinstler

Günther Kinstler
Günther Kinstler


Vorsitzender des BJF seit 2019 , Leiter der AG Clubfilmothek im BJF von 2016-2019, Projektleiter „Wanderkino im Zirkuszelt“ - 100 Jahre Kino 1993-1994

Wie bist du zum BJF gekommen? Dein erster Kontakt zum BJF?
Mein erster Kontakt zum BJF, damals noch BAG, war 1984 als Mitarbeiter des Jugendfilmclubs Köln. Zu der Zeit war ich verantwortlich für die Organisation und Programmierung des Abspielringes des Filmclubs, der damals aus 136 Spielstellen bestand. Um die Vielfalt des 16mm Angebotes zu berücksichtigen und um für die vielen Mitglieder ein ausgewogenes Programm zusammenstellen zu können, waren die Filme der BAG sehr wichtig und willkommen.

Was begeistert dich beim BJF? Was gefällt dir dort besonders?
Mich begeistert nach wie vor die Vielzahl der Menschen, die sich im Bereich der Kinder- und Jugendfilmarbeit engagieren. Kulturelle Teilhabe ist den meisten ein Herzensanliegen. Der BJF hat sich im Laufe seiner Geschichte weiterentwickelt. Rezeptive und aktive Filmarbeit waren schon immer die Kernkompetenz des Verbands. Und dank der Aktivitäten der Landesverbände konnten wir bundesweit immer ein sehr attraktives Angebot für medienaffine Menschen bieten. Die Clubfilmothek hat ihr Angebot erweitert. Sie hat sich auch für Nichtmitglieder geöffnet. Mit den Durchblick- und Weitblick-Filmen ist der BJF jetzt auch im Vertrieb aktiv. Und Dank der Unterstützung der Stiftung Deutsche Jugendmarke konnte der BJF beginnen, sein Filmangebot auch digital zu Verfügung zu stellen. Wenn wir es jetzt auch noch schaffen, wieder jüngere Menschen für die aktive Arbeit zu begeistern, würde mich das sehr freuen. Die Werkstatt der Jungen Filmszene hat sich ebenfalls als elementarer Bestandteil der Arbeit des BJF etabliert, die bis heute für viele namhafte Filmemacher*innen das Sprungbrett für ihre weitere Professionalisierung darstellte.
Was mich aber am meisten freut, ist das starke Netzwerk an unterschiedlichsten Personen, die sich im BJF engagieren und über das ich im Laufe der Jahre viele interessante Menschen kennen lernen durfte, mit denen ich zum Teil bis heute freundschaftlich verbunden bin.

Welches besondere Ereignis/Veranstaltung/Aktion verbindest du mit dem BJF?
Mit dem BJF verbinde ich eine Reihe von besonderen Aktionen. Allen voran das Projekt „Wanderkino im Zirkuszelt“ 100jährigen Kinojubiläum, das ich mit Martin Block organisiert habe. Es war das bis dahin größte Projekt, das der BJF „gestemmt“ hat. Die Kombination aus Kinozelt, dem Ausstellungsbus, den Hauke Lange Fuchs konzipiert und gestaltet hat, und die Ausstellung „verfilmte Kinder- und Jugendliteratur“ waren eine einmalige, sehr erfolgreiche Aktion, die ein Jahr durch Deutschland getourt ist. Der Ausstellungsbus erfreute sich einer so großen Nachfrage, das wir ihn noch ein Jahr länger auf Tour schicken konnten.

Was wünschst du dem BJF für die Zukunft?
Ich wünsche mir für die Zukunft des BJF, dass wir gemeinsam mit vielen Ideen, Mut und Energie die Anforderungen, die auf uns zukommen, kreativ lösen und den Verband weiterentwickeln.

Einzelne Projekte des BJF werden gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend